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Heisterbacherrott

Das Denkmal auf dem Nikolausplatz erinnert an die “Leddeköpp”

Denkmal für die Leddeköpp

Die waldreiche und zweifellos interessante Stadt Königswinter hat viele Gesichter - eines davon ist Ort Heisterbacherrott mit seinen ca. 2000 Einwohnern.
 
Heisterbacherrott zeichnet sich durch eine gewisse Abgeschiedenheit von den Hauptverkehrszentren aus. Wie eine Insel liegt es am nördlichen Rande des Westerwaldes, im Siebengebirge, zwischen den beiden pulsierenden Verkehrsadern der Bundesautobahn A 3 Köln - Frankfurt und der B 42 im Rheintal. Hier vom Wald fast in Hufeisenform umgeben liegt der Ort eingebettet zwischen den Bergen Weilberg - Stenzelberg - Rosenau - Ölberg und dem Oberpleiser Hügelland. Durch die nach Norden verlaufende Talöffnung wird die von der Höhe hera-strömende Frischluft abgeleitet und trägt somit zur Luftzirkulation im Siegburger Raum bei.

Bei dem Namen Heisterbacherrott liegt es nahe, dass der Ort als Rodungssiedlung mit der Gründung von Kloster Heisterbach in Verbindung zu bringen ist. Aber im Grunde bestand Heisterbacherrott aus zwei Siedlungsstätten die wohl in der fränkischen wenn nicht sogar in der karolingischen Rodungsperiode entstanden. Mit der Gründung des Kloster Heisterbach kam die Rodung zum Abschluss. In Nieder - Heisterbacherrott lag der Kern der Siedlung zwischen Petrus-Weilberg-Lauterbachstraße und in Ober - Heisterbacherrott zwischen Vogtsgasse der unteren Torstraße und Ölbergstraße. Erst Mitte unseres Jahrhunderts bedingt, durch die aufkommende Industrialisierung und den damit verbunden Bevölkerungsanstieg, wuchsen Nieder- und Ober - Heisterbacherrott zusammen.

Ein weiterer Zuwachs der Bevölkerung konnte durch die Wahl Bonns zur ehemaligen Bundeshauptstadt verzeichnet werden.

Von jeher lag der Ort im Grenzbereich. Im früheren Zeiten war es die Gebietsgrenze der Grafen von Sayn mit Amt Löwenburg und dem Kurfürstentum Köln mit Amt Wolkenburg. Nach der preußischen Neugliederung die Amtsbezirke Oberkassel und Oberpleis. Heisterbacherrott gehörte zum Amt Oberkassel.
Mit der Gebietsreform 1969 wurden beide Ämter aufgelöst und der Ort der „Neuen Stadt Königswinter“ zugeordnet.
Durch eine gemeinsame Verwaltung konnten Baugebiete in den beiden Stadtteilen Heisterbacherrott und Thomasberg übergreifend aufgeschlossen werden. Mit der damit verbundenen Bebauung wuchsen beide Orte immer mehr zusammen, so dass heute die ehemaligen Gebietsgrenzen nicht mehr erkennbar sind. Nicht nur nach außen hin vereinigen sich die beiden Orte immer mehr, sondern auch im Vereins - und im kirchlichen Bereich.
In gewissen Kreisen ist der Ort bekannt durch „Haus Schlesien,“ der Wallfahrtskirche St. Judas Thaddäus und der Nikolauskapelle, eine der besterhaltenen Kapellen im Rheinland.

Den Text stellte Winfried Görres zur Verfügung

Haus Schlesien beherbergt das Deutsche Kultur- und Bildungszentrum e.V., Zentrum für Kultur und Geschichte Schlesiens und das Museum für schlesische Landeskunde.

Haus Schlesien

Wallfahrtskirche
St. Judas Thaddäus

Kirch St. Judas Thaddäus

Die Hauptstraße durch Heisterbacherrott, die Dollendorfer Straße, führt von Oberdollendorf nach Thomasberg.

Dollendorfer Straße

In der Petrusstraße stehen Häuser aus dem 16. Jahrhundert

Petrusstraße

Der Weiher im Bürgerpark mit Haus Schlesien und der Nikolauskapelle.

Weiher

Nikolauskapelle aus dem Jahr 1150 und Haus Schlesien

Nikolauskapelle