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Kloster Heisterbach

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Kloster Heisterbach liegt auf dem Gebiet des Stadtteils Dollendorf. Da das Kloster Heisterbach und Heisterbacherrott historisch zusammengehören, werden die Informationen hier bereitgestellt.

Im Kloster Heisterbach finden Sie:

Chorruine
Kloster Heisterbach
Abteikirche
Altenheim Kloster Heisterbach
Restaurant & Café Klosterstübchen

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Kloster Heisterbach

An der von Dollendorf her kommenden Straße, befinden sich auf halber Wegstrecke Reste der Gebäude des ehemaligen Zisterzienserklosters Heisterbach. Das Kloster wurde von den Zisterziensern erbaut, die der Kölner Erzbischof, Philipp von Heinzberg 1189 aus Himmeroth in der Eifel auf den Stromberg, dem heutigen Petersberg berief.

In einem Vertrag, der 1197 noch auf dem Stromberg zwischen der Äbtissin Elisabeth von Vilich und dem Abt Gervadus geschlossen wurde, verpflichtet sich Gervadus, dem Konvent an Stelle des Zehnten, den die im Tal lebenden Bewohner von den Ansiedlungen Altenrott, Hattenrott und Heisterbach an das Kloster Vilich zu entrichten hatten, hierfür 15 Malter Weizen zu liefern.

Der genaue Zeitpunkt ist nicht bekannt, aber schon vor 1202 verließen die Zisterzienser den Stromberg und zogen in das, wie sie es nannten, Tal des hl. Petrus. Seit 1211 heißt das Kloster Maria im Peterstal in Heisterbach. Der gebräuchlichste Name war anfangs zunächst Kloster St. Peterstal, später jedoch ausschließlich Heisterbach. Dieser Name bestimmt auch das Wappen der Abtei über dem Eingang des Torhauses. Die sogenannten Pontifikalien, die bischöflichen Zeichen Mitra und Stab wurden erst 1650 erworben.

Ein Relikt aus der damaligen Zeit ist außer Scheune und Brauhaus die berühmte Chorruine, ein Rest der domhaften Abteikirche. Mit einer Große von rund 88 mtr in der Längsachse und 44 mtr im Querschiff wurde sie nur vom Dom in Köln übertroffen.

Grundsteinlegung der neuen Klosteranlage war 1202. Die Fertigstellung der Gewölbebasilika erfolgte 1227 und erst hundert Jahre später 1327 die Fertigstellung der gesamten Klosteranlage.

1803 wurde das Kloster aufgelöst. Die Basilika wurde als Steinbruch von einem französischen Unternehmer seit 1809 ausgeschlachtet für einen vom Rhein zur Maas geplanten Kanal. Die restlichen Gebäudeteile gingen an ein Kölner Konsortium. Erst durch eine Verfügung des Oberpräsidenten der Rheinprovinz 1818 konnten weitere Sprengungen unterbunden werden, wodurch die Chorruine erhalten blieb.

Mit der Bereitstellung des Gebietes von Hattenrott, Altenrott und Heisterbach für das Kloster vermutlich von einer Gräfin von Molbach an den Konvent, wurden die Bewohner dieser drei Ansiedlungen ausgewiesen und auf der Hochebene, in dem später urkundlich genannten Roda, dem heutigen Heisterbacherrott, neu angesiedelt.

Quelle: Heisterbacherrott und Thomasberg, zwei Orte im Wandel der Zeit von Winfried Görres und Friedrich Müller